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Geschlechtskrankheiten

Filzläuse: Was man gegen die Parasiten tun kann

Dr. rer. nat. Erwin Spiegel , Chemiker und wissenschaftlicher Klinikreferent
Zuletzt aktualisiert am: 03.09.2019
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Wenn Filzläuse deine Bekanntschaft suchen, spürst du das bald am unangenehmen Juckreiz in einzelnen Körperregionen. Wie du diesen Läusebefall wieder loswirst und welche Vorsorgemaßnahmen zusätzlich ratsam sind, erfährst du in diesem Beitrag. 

Die Filzlaus - Herkunft und wissenschaftliche Einstufung

Die Filzlaus - Herkunft und wissenschaftliche Einstufung 

Älter geht es kaum

Die Filzlaus ist so alt wie die Menschheit selbst. Forscher gehen davon aus, dass schon unsere Ur-Ur-Vorfahren vor etwa drei Millionen Jahren mit ihrer damaligen Gattung in Berührung kamen. „Eingefangen“ haben sich die Frühmenschen diese Läuseart, indem sie teilweise in den gleichen natürlichen Höhlen und Unterständen nächtigten, die zuvor unsere engsten Verwandten beherbergten, die Menschenaffen. Die nämlich waren die ursprünglich Betroffenen. 

Die Wissenschaft spricht Klartext: Eine Filzlaus ist ein Schmarotzer!

Biologisch-medizinisch gesehen ist die Filzlaus ein Parasit oder Schmarotzer. Diese Begriffe verwendet die Fachwelt für einen Organismus, der ein anderes Lebewesen befällt und sich von diesem ernährt, seinem sogenannten Wirt. 
 
Liegt ein Filzlausbefall vor, sprechen die Ärzte von Pediculosis pubis oder Phthiriasis. Umgangssprachlich gibt es noch den Begriff der Läusesucht, der sich allerdings auch auf Kopf- und Kleiderläuse bezieht. Wegen dieser Unschärfe wird diese Bezeichnung heute allerdings nicht mehr häufig benutzt.
 
Der wissenschaftliche Name der Scham- oder Filzlaus ist Phthirus pubis. In der Alltagssprache wird sie meist Sackratte oder Sacklaus genannt. Wegen des Zusammenhangs mit Sexualkontakten bezeichnen sie die Franzosen auch als Schmetterling der Liebe (papillon d’amour) und die Deutschen als Kavaliersratte.
Typische Eigenschaften der Filzlaus

Typische Eigenschaften der Filzlaus 

Größe und Aussehen

Mit dem bloßen Auge ist die Filzlaus gerade noch erkennbar, denn sie wird nur etwa 1 bis 2 Millimeter groß. Farblich erscheint sie grau-braun, nach dem Blutsaugen rostrot bis grau-schwarz. 
Durch ihre äußere, oval-gedrungene Form mit ihren sechs stämmigen Beinchen erinnert sie an Krabben. Das brachte ihr im englischen Sprachraum einen weiteren Namen ein: Dort wird sie crab louse (Krabben-Laus) genannt.

Ihre Lieblingsplätze am menschlichen Körper

An erster Stelle sind dies der Schamhaarbereich, die Leistengegend und der Schritt bis hin zum Analbereich. Weiterhin schätzt sie die behaarten Brust- und Bauchpartien. Etwas seltener findest du die kleinen Plagegeister an den Achselhaaren sowie im Bart. Manchmal kommen die Wimpern an den Augenlidern hinzu. Deine Augenbrauen interessieren die Schamlaus kaum, die Kopfbehaarung überhaupt nicht. 
 
Für ihre Lieblingsplätze hat sie sogar einen einleuchtenden Grund, denn sie mag nur Hautpartien mit vielen Duftdrüsen (medizinisch: apokrine Drüsen). Die kommen verstärkt nur im Genital- und Analbereich, in den Achselhöhlen und im Bauchnabel vor, sehr sparsam hingegen an der Stirn und am Kopf. 

Die Menschen sortiert sie nach Lebensalter

Auch wenn du es kaum glauben magst, die Filzlaus kann zumindest zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden. Dabei helfen ihr die bereits erwähnten Duftdrüsen und die Körperbehaarung. Beides kommt indes erst mit Beginn der Pubertät zur Geltung. 
 
Deshalb meidet sie Kinder. Die sind ihr zu geruchsarm und am Körper zu glatt. Beliebt bei ihr sind hingegen Jugendliche mit Beginn der Pubertät und Erwachsene beiderlei Geschlechts. Sie alle „schmecken“ diesem Schmarotzer und geben ihm im übertragenen Sinne durch die Körperhaare ein Filzlausleben lang Halt.

Sie lebt nur kurz, aber intensiv

Die Filzlaus entwickelt sich innerhalb von zwei bis drei Wochen aus einem Ei, das die Mutterlaus an einem Körperhaar abgelegt und dort gut festgeklebt hat. Den Wortstamm „Filz“ hat diese Laus übrigens deshalb in ihrem Namen, weil der Klebstoff zum Befestigen der Eier die Schamhaare verfilzt.
 
Kaum hat sie ihre Schlupf- und Reifephase abgeschlossen, beginnt sie mit ihrem intensiven Leben. Das besteht aus einigen Blutmahlzeiten täglich, wobei sie sich jeweils genießerisch mehrere Stunden Zeit nimmt. Parallel ist sie ständig damit beschäftigt, sich mit den Halteklauen ihrer Beinchen an den Haaren des Wirts festzuhalten. Denn sie bleibt gern an ihrem ausgewählten Ort auf der Haut. Außerdem kann sie weder springen noch fliegen.
 
Zwischendurch legen die weiblichen Läuse täglich noch ihre Eier ab, die sie mit ihrem Spezialkleister fest an den Haaren ankleben. Pro Tag schaffen sie im Schnitt drei Eier. Nach drei bis maximal vier Wochen endet ihr Dasein. 
 
Wird die Filzlaus von ihrem Wirt getrennt oder verliert ihn, ist sie chancenlos. Spätestens nach 24 Stunden verstirbt sie mangels Nahrung und Unterkühlung. Temperaturen von +20° überlebt sie schon nicht mehr. Nissen hingegen halten etwa 8-10 Tage durch.
Symptome bei Filzlausbefall

Symptome bei Filzlausbefall 

Auf einen Filzlausbefall weisen dich verschiedene Symptome hin. Insbesondere sind dies: 
  • Haare im Schambereich auffällig verfilzt
  • Teils starker Juckreiz an den betroffenen Körperpartien, vor allem nachts
  • Hautrötungen an den juckenden Körperstellen
  • Oft schorfige Hautstellen
  • Gelegentlich entzündete, eiterige Haut durch Folgeinfektionen (Sekundärinfektionen) aufgrund des nächtlichen Kratzens
  • An den Einstichstellen häufig schmerzlose, bläulich verwaschene Flecken (Taches bleues oder Maculae caeruleae), etwa 2 bis 3 mm groß
  • In der Unterwäsche kleine, rostfarbene Schmutzstellen von den Ausscheidungen der Laus
  • Die Filzlaus selbst ist als kleiner bräunlicher Punkt am Haarschaft zu erkennen, meist noch mit bloßem Auge.
  • Die Nissen zeigen sich als winzige, sehr fest klebende helle Punkte am unteren Teil der Haare.
Bei deiner eigenen körperlichen Untersuchung musst du auf jeden Fall darauf achten, ob du Filzläuse oder Nissen findest. Erst dann gilt der Filzlausbefall als erwiesen. Häufig hilft bei der Suche eine Leselupe. 
Übertragung und Ansteckung

Übertragung und Ansteckung 

Da sich die Filzlaus über Jahrmillionen hinweg ganz auf den Menschen spezialisiert hat, ist die Übertragung nur von Mensch zu Mensch möglich. Tiere jeder Art spielen keine Rolle.

Einfache zwischenmenschliche Kontakte und sexuelle Aktivitäten

Ein freundlicher Handschlag zur Begrüßung oder der übliche Kontakt am Arbeitsplatz reichen für eine Übertragung nicht aus. 
 
Um den Wirt zu wechseln, sind die Schamläuse auf intensive zwischenmenschliche Körpernähe angewiesen. Nachdem der Lieblingsplatz der Schamläuse der menschliche Intimbereich ist, gilt der Geschlechtsverkehr als die häufigste Übertragungsart. Das ist auch der Grund, weshalb der Befall mit Filzläusen (Phthiriasis) zu den sexuell übertragbaren Krankheiten zählt. 
 
Du kannst dich aber auch ohne Geschlechtsverkehr infizieren, beispielsweise beim engen Kuscheln mit dem Partner unter der Bettdecke oder mit gemeinsam genutzten Hand- und Badetüchern.

Massenunterkünfte

Was die Schamlaus ebenfalls hoch schätzt, sind Massenunterkünfte mit recht einfachen hygienischen Bedingungen. In der Vergangenheit waren das beispielsweise Kasernen oder Feldlager. Aus dieser Zeit stammt auch ihr volkstümlicher Name „Soldatenlaus“, der heute allerdings keine Bedeutung mehr hat.
 
Denn etwa ab 1915 begann die Medizin, sich mit dem Verhalten der Läuse, den damit verbundenen Erkrankungen und wirksamen Abwehrmaßnahmen gezielt auseinanderzusetzen. Heute ist ein Filzlausbefall als ungefährlich einzustufen, da schwerwiegende Folgen nicht zu befürchten sind.

Inkubationszeit

Als Inkubationszeit bezeichnen die Ärzte den Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Infektionserkrankung. Diese Zeitspanne endet, wenn erste Symptome auftreten. 
 
Hast du einige Filzläuse eingefangen, merkst du anfangs nichts. Dein Körper wird mit den wenigen Einstichen in die Haut problemlos fertig. Erst wenn sich aus den abgelegten Nissen weitere dieser Tierchen entwickelt haben, treten charakteristische Symptome auf. Bis dahin verstreichen etwa zwei bis sechs Wochen. Jedoch kommt es nicht bei allen Betroffenen zu auffälligen Missempfindungen, wodurch der Befall längere Zeit unerkannt und damit auch unbehandelt bleibt.
 
Behandlungsformen der Phthiriasis

Behandlungsformen der Phthiriasis 

Dazu einige gute Nachrichten vorweg:
  • Medikamente musst du keine einnehmen.
  • Zur Eigenbehandlung bekommst du in der Apotheke rezeptfreie, äußerlich anwendbare Präparate mit Antiparasiten-Wirkstoffen (Pedikulozide). Dort erhältst du auch alle Informationen zur erfolgreichen Verwendung dieser Mittel.
  • Ergänzende einfache Maßnahmen helfen dir zusätzlich, den Befall schnell loszuwerden und Rückfälle zu vermeiden.
  • Ärztliche Hilfe brauchst du ebenfalls nicht postwendend, soweit deine Haut nicht auffällig geschädigt ist oder die Augenwimpern mitbefallen sind. Dann allerdings wäre ein Arztbesuch ratsam.

Medikamente

Bei den textlichen Hinweisen auf den Medikamentenpackungen solltest du dich nicht daran stören, dass neben der Filzlaus auch die Kopf- sowie die Kleiderlaus erwähnt sind. Denn diese Produkte helfen gegen alle drei Läusearten. 
 
Üblich sind Präparate mit den Wirkstoffen Permethrin, Pyrethrin oder Allethrin, die alle das Nervensystem der Plagegeister lähmen und sie dadurch abtöten. Die Mittel werden beispielsweise als Creme, Spray oder Lösung auf die betroffenen Körperpartien aufgetragen und nach der Einwirkzeit von knapp einer Stunde wieder abgespült. Sie kosten zwischen circa 10 und 20 Euro. 
 
Wirkstoffhaltige Haarshampoos kannst du ebenfalls einsetzen. Sie sind zwar in erster Linie zur Beseitigung von Kopfläusen gedacht, helfen prinzipiell aber auch gegen Filzläuse im Intimbereich oder unter den Achseln. Vor allem ist die wiederholte Anwendung einfach und leicht in die normale Körperpflege integrierbar. Wichtig ist jedoch auch hier, die erforderliche Einwirkzeit zu beachten. 
 
Alternativ kannst du Produkte mit dem Wirkstoff Dimethicon verwenden. Das ist ein medizinisches Silicon-Öl, das rein äußerlich (physikalisch) wirkt. Es verstopft die Atemwege der Parasiten und erstickt sie. 

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer mit den erwähnten Produkten beträgt nur wenige Tage. Spätestens eine Woche nach der Erstbehandlung solltest du die Prozedur wiederholen, um sicher alle Quälgeister zu vernichten.
 
Falls auch deine Wimpern betroffen sind, darfst du die üblichen Wirkstoffe wie Permethrin, Pyrethrin oder Allethrin keinesfalls verwenden, da sie die Augen schädigen. Stattdessen erfolgt in diesem Fall die Entfernung der Parasiten mechanisch. Dazu musst du an den meist verklebten Wimpern die Filzläuse und Nissen mit einer Pinzette vorsichtig entfernen.
 
Bei Wimpernbefall kannst du zunächst aber auch behutsam mehrmals täglich Vaseline-Salbe oder Olivenöl auftragen. Beides erstickt die Parasiten, die du anschließend behutsam mit einer Pinzette abnimmst. Bist du wegen der Prozedur an den Augen unsicher, kannst du damit auch zum Arzt. 

Läusekamm als wichtige Hilfe

Der Läuse- oder Nissenkamm unterstützt dich zusätzlich, um die Parasiten und ihre Nissen zuverlässig aus den Körperhaaren zu entfernen. Das schafft er bestens mit seinem Zinkenabstand von nur 0,2 Millimetern. Ratsam ist zudem, zwischen der Erst- und Nachbehandlung das Kämmen einige Tage lang zu wiederholen, um gänzlich läusefrei zu werden. Die Nissenkämme kosten zwischen 5 und 15 Euro. 

Vorübergehende Intimrasur betroffener Stellen

Diesen Ratschlag hörst du heute weitaus häufiger als früher. Dafür gibt es drei wichtige Gründe:
  • Erstens entfernst du mit der Rasur sofort fast alle vorhandenen Schamläuse und deren Eier, die ja alle in den Haaren hängen.
  • Zweitens braucht die Laus deine Haare, um sich festzuhalten und die Nissen daran festzukleben. Ohne Intimbehaarung fehlt ihr eine wichtige Lebensgrundlage.
  • Drittens ging in den letzten zwei Jahrzehnten in den Industrieländern von Europa bis nach Australien der Filzlausbefall um rund 80 % zurück. Als Hauptgrund führen alle Mediziner die inzwischen starke Verbreitung der Intimrasur an. 
Natürlich wirst du die Schamläuse auch ohne Körperrasur los. Sie ist allerdings die schnellste Lösung. 

Sexualpartner mitbehandeln

Hast du eine feste Beziehung, sollte sich dein Sexualpartner unbedingt mitbehandeln. Damit vermeidet ihr, euch gegenseitig neu anzustecken. Während des aktuellen Befalls ist es außerdem unerlässlich, auf Sexualkontakte, körperenges Nächtigen sowie gemeinsame Handtücher verzichten. 
 
Auch ein Kondom ist bei Filzläusen generell kein Schutz, denn die Übertragung erfolgt ja von Schambereich zu Schambereich und nicht durch den Intimverkehr selbst.
 
Hausmittel und Vorsorge

Hausmittel und Vorsorge 

Öl, Essig oder Zitronensaft

Gegen den Schamlausbefall kannst du auch mit Hausmitteln vorgehen. Hier ist Öl das Mittel der Wahl. Ob Teebaum-, Kokos-, Oliven- oder Rapsöl spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist die Eigenschaft aller Öle, die Atemwege der Parasiten zu verkleben, wie es auch das medizinische Silikonöl (Dimethicon) macht.
 
Eine andere Variante ist lauwarmer, wasserverdünnter Essig. Die Art des Essigs spielt dabei keine Rolle. Wirksam ist hier stets die enthaltene Essigsäure, die für Läuse schädlich ist. 
 
Etwas verdünnter Zitronensaft hat wegen seiner Zitronensäure eine vergleichbare Wirkung. Der Vorteil ist hier der angenehmere Geruch im Vergleich zu Essigwasser. 
 
Vergiss bitte bei allen Hausmitteln nicht, diese etwa 15 Minuten einwirken zu lassen und erst dann wieder abzuwaschen. Dazu bei Öl zunächst ein handelsübliches Shampoo unverdünnt auftragen, um das Öl besser aufzunehmen. 
 
Unterstützend gehört der Nissenkamm bei allen Hausmitteln mit dazu, ebenso die mehrmalige Nachbehandlung für gut eine Woche.

Wäschewaschen

Daran führt kein Weg vorbei. Bett-, Schlaf- und Unterwäsche sind während eines Läusebefalls relevante Überträger dieser Schmarotzer. Hinzu kommen Hand- und Badetücher. Der tägliche Wechsel für etwa eine Woche und das Wäschewaschen auf mindestens 60 °C sind notwendig. Das Wäschetrocknen sollte ebenfalls bei möglichst hoher Temperatur erfolgen.
 
Verträgt die Wäsche keine 60 °C, gibt es eine andere sichere Lösung: Apotheken führen ein Läusewaschmittel, das dem Waschpulver zugegeben wird. Es sorgt schon ab 30 °C für läusefreie Wäsche, kostet etwa 10 Euro und reicht für 10 bis 12 Maschinenladungen. Diese komfortable Lösung erspart dir die aufwendigeren Standard-Varianten, die folgendermaßen ablaufen:
 
Zunächst packst du die Wäsche in einen dicht verschließbaren Plastiksack. Der kommt anschließend, falls vorhanden, für 24 Stunden in eine Gefriertruhe. Danach sind alle Läuse und Nissen abgetötet. Ansonsten stellst du den Sack für zwei Wochen in eine Ecke. Während dieser Zeitspanne verhungern alle lebenden und noch aus den Eiern schlüpfenden Parasiten. 

Vorsorge

Medizinisch betrachtet ist der inzwischen langjährig anhaltende Trend, die Scham- und Achselhaare zu rasieren, die heute wohl beste Vorsorgemaßnahme. 
 
Bei wechselnden Sexualpartnern solltest du während eines Filzlausbefalls auf Intimkontakt verzichten. Neben dem Schutz des Partners geht es dabei auch um dich selbst: Aufgrund eventuell bei dir vorhandener, leicht blutiger Kratzstellen könntest du dich mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit anstecken. Das Gefährdungspotenzial reicht hier bis hin zu einer Aids-Infektion. 

Fazit:

Der Filzlausbefall zählt zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Die damit verbundenen Beschwerden sind vor allem unangenehm, aber nicht ernsthaft gesundheitsgefährdend. Das juckreizbedingte ständige Kratzen kann allerdings die Haut verletzen und zu Hautproblemen bis hin zu unterschiedlich schweren Folgeinfektionen führen.
 
Die Filzläuse lassen sich von den Betroffenen selbst weitgehend problemlos innerhalb weniger Tage beseitigen. Dabei helfen rezeptfreie Präparate aus der Apotheke, ergänzt durch einige Regeln zur Selbsthilfe und späteren Vorsorge.

 

Weiterlesen

Quellen:

  • Groß, U (2013): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Thieme
  • Habedank, B.: Läuse - Biologie, medizinische Bedeutung und Bekämpfung. Biologiezentrum Linz
  • Hof, H./Dörries, R. (2014): Medizinische Mikrobiologie. Thieme
  • Mylonas, I. (2015): Sexuell übertragbare Erkrankungen. Springer
  • Pschyrembel (2014): Klinisches Wörterbuch. De Gruyter
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