Mann auf Stufen sitzend
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Untenrum beim Mann

Hodentorsion: Ursachen, Symptome und Behandlung

Dr. rer. nat. Erwin Spiegel , Chemiker und wissenschaftlicher Klinikreferent
Zuletzt aktualisiert am: 09.07.2019
Dieser Text wurde nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern auf Richtigkeit überprüft.

Bei einer Hodentorsion dreht sich der Hoden um seine Längsachse und schnürt die ihn versorgenden Blutgefäße ab. Wegen der Gefahr eines Hodenverlustes handelt es sich um einen urologischen Notfall. Was diese sehr schmerzhaften Hodenbeschwerden im Einzelfall bedeuten und welche Hilfen möglich sind, erfährst du hier. 

Hodentorsion - die Kernpunkte

Hodentorsion — die Kernpunkte 

Der medizinische Begriff Hoden- oder Samenstrangtorsion klingt bedrohlich. In den meisten Fällen bestehen auch tatsächlich ernste Gesundheitsgefahren. Was sich hinter diesem Krankheitsbild verbirgt, nennt sich alltagssprachlich Hodendrehung, Hodenverdrehung oder Hodenstieldrehung. 
Diese Bezeichnungen beschreiben anschaulich, worum es geht: Ein einzelner Hoden oder medizinisch Testikel, in seltenen Fällen beide, können sich innerhalb des Hodensacks um die eigene Achse drehen. Das ist vergleichbar mit einem Pendel, das an einer Schnur hängt. 
 
Die „Schnur“ ist in diesem Fall der Samenstrang, der auch den Namen Hodenstiel trägt und vom Hoden aus durch den Leistenkanal ins Körperinnere führt. Genauer betrachtet ist dieser Strang oder Stiel ein dünner Gewebeschlauch. Durch ihn verlaufen der Samenleiter, die Blutgefäße des Hodens und dessen Nervenfasern. Verdreht sich der Samenstrang, werden vor allem die Gefäße gequetscht und ein Blutstau entsteht. 
Dadurch kommt es zu ernsten und teils dramatischen Problemen: Stoppt das Blut länger als einige Stunden, stirbt zunächst schrittweise das Hodengewebe und am Ende der ganze Hoden ab. Aus diesem Grund ist eine Hodendrehung stets ein urologischer Notfall. Nur eine rechtzeitige Notoperation, die den Hoden wieder zurückdreht, kann diese Folgen ganz oder zumindest weitgehend verhindern.  
 
Eine Hodentorsion kann in jeder Altersstufe vom Säugling bis zum Senior auftreten. Mit Abstand am häufigsten zeigt sie sich allerdings bei Jungen in der Pubertät und bei jungen Männern. Betroffen ist meist nur ein Hoden. 
Ursachen einer Hodentorsion

Ursachen einer Hodentorsion 

Anatomie und Veranlagung 

Die wesentliche Ursache ist in der männlichen Anatomie zu finden. Damit der Hoden nicht unkontrolliert im Hodensack pendeln oder rotieren kann, umgibt ihn eine Hülle, die Tunica vaginalis testis. Die schränkt die Beweglichkeit des Hodens im Hodensack ein. Sie ist außerdem zusätzlich mit dem oberen Teil des Hodensacks verwachsen, was den Bewegungsspielraum des Hodens weiter reduziert. 
 
Allerdings kommt es auch veranlagungsbedingt vor, dass diese Tunica-Stabilisierung von Natur aus etwas zu schwach ausfällt. Dann hat der Hoden mehr Bewegungsfreiheit als nötig und ist zu unkontrollierten Drehungen fähig.  
Als zweite Haltevorrichtung für den Hoden dient der Samenstrang oder Hodenstiel. Er stabilisiert vom Leistenkanal aus wie eine Pendelschnur die Hodenbewegung nach unten in den Hodensack hinein, kann sich aber um seine Längsachse drehen. 

Umfang der Drehbewegung

Die Torsion des Hodens kann mit einer kleinen Teildrehung unvollständig ausfallen, möglich sind aber bis zu vier Umdrehungen auf einmal. Die entstehenden Probleme und gesundheitlichen Gefahren hängen wesentlich mit der Zahl der Rotationen zusammen. 
In der Mehrzahl der Fälle ist nur ein Hoden verdrillt. Links kommt das häufiger vor als rechts. Die gleichzeitige Drehung beider Testikel ist ebenfalls möglich, erfolgt aber selten. 

Auslöser einer Hodenverdrehung

Falls bei dir eine Veranlagung zur Hodenstieldrehung besteht, genügt manchmal nur ein kleiner Anschub von außen. Die zu geringe Hodenfixierung durch die Tunica reicht dann nicht, eine beginnende Drehbewegung rechtzeitig zu stoppen. 
Als potenzielle Auslöser einer Hodentorsion kommen bereits ganz gewöhnliche Bewegungen infrage. Eine einfache sportliche Aktion oder handwerkliche Arbeiten können schon genügen. Erst recht kann das bei Kampf- und Kraftsportarten oder bei Unfällen geschehen. 
Andererseits gibt es eine Reihe von Fällen, bei denen keinerlei Ursachen bekannt sind. Selbst während des Schlafs kommt es häufiger zu diesen Drehbewegungen und plötzlichen Schmerzattacken. 
Symptome der Hodenverdrehung

Symptome der Hodenverdrehung

Die Torsion des Hodens ist bei Jugendlichen und Erwachsenen mit einigen charakteristischen Symptomen verbunden. Insbesondere zeigen sich
  • spontan auftretende, starke Hodenschmerzen auf der betroffenen Seite, 
  • ein stark druck- und berührungsempfindlicher Hoden, 
  • eine zunehmende Schwellung der betroffenen Hodenseite, 
  • zunächst eine nur mäßige, einseitige Rötung des schmerzenden Hodens, 
  • ein etwas höher stehender Hoden auf der Schmerzseite, 
  • teils in den Leisten- und Unterbauchbereich ausstrahlende Schmerzen sowie 
  • häufig Übelkeit und Erbrechen, manchmal Herzrasen, selten Fieber. 
Bei etwa einem Drittel der Betroffenen traten schon zuvor von Zeit zu Zeit vergleichbare Symptome auf, wenn auch weniger schmerzhaft. Die bildeten sich jedoch rasch und spontan zurück. Das deutet darauf hin, dass diese kurzfristigen Störungen Zeichen einer inkompletten Hodentorsion waren. 
Die bei einer unvollständigen Hodendrehung auftretenden abgeschwächten Symptome signalisieren keine unmittelbare gesundheitliche Bedrohung. Sie sind jedoch ein Risikohinweis, dass zu einem anderen Zeitpunkt eine ernste Hodenstieldrehung auftreten kann, die zwingend behandlungspflichtig ist.

Schmerzprofil von Hodelstieldrehungen

Hast du eine Veranlagung für eine Hodentorsion, muss nicht immer eine Voll- oder gar Mehrfachdrehung auftreten. Bei einer Reihe Betroffener kommt es ab und an nur zu einer Teildrehung mit leichteren Schmerzen und abgeschwächten sonstigen Symptomen. Ein völlig schmerzfreier Verlauf einer unvollständigen Drehung zeigt sich jedoch kaum. Die Beschwerden verschwinden zügig, wenn sich der Hoden spontan wieder in seine Ursprungsposition zurückdreht. 
 
Richtig ernst und äußerst schmerzhaft für dich wird es hingegen, wenn eine ausgeprägte Drehung die Hodennerven einklemmt und die Blutversorgung unterbindet. Dann erhält dein Hoden vor allem keinen Sauerstoff mehr. Das führt dazu, dass er schon nach wenigen Stunden starke Gewebeschäden erleidet. Was deine Qualen noch verstärkt, sind schmerzhafte Hodenschwellungen durch das zurückgestaute Blut. 
Diagnoseschritte bei Verdacht auf eine Hodentorsion

Diagnoseschritte bei Verdacht auf eine Hodentorsion

 Ein Grundproblem bei spontan starken Hodenschmerzen, fachärztlich als akutes Skrotum bezeichnet, ist zunächst die sichere Bewertung der Symptome. Denn die sind außer für eine Hodendrehung teils auch typisch für andere, weniger bedrohliche Hodenerkrankungen wie eine Entzündung der Hoden (Orchitis) oder der Nebenhoden (Epididymitis). 
Ein ähnliches Symptomenbild ergibt sich zudem auch bei äußerer Krafteinwirkung auf die Hoden. Beispiele sind hier Sportgeräte jeder Art bis hin zu verschiedensten Unfällen. Bis zur diagnostischen Bestätigung oder dem Ausschluss einer sofort operationspflichtigen Hodentorsion gehen die Ärzte deshalb von einer Notfallsituation aus. 
Bist du selbst der Patient, hilft dir in einer solch unklaren und belastenden Untersuchungsphase zumindest gedanklich folgender Hinweis: Am Ende der Untersuchung stellt sich nur bei jedem fünften Akutpatienten heraus, dass tatsächlich eine chirurgisch zu behandelnde Hodenverdrehung vorliegt. Die übrigen vier Erkrankten leiden an weniger kritischen Hodenbeschwerden.

Die Anamnese 

 Um den Erstverdacht auf eine Hodentorsion zu erhärten, wird dich der Arzt zunächst befragen, welche Symptome am stärksten sind. Dabei ist für ihn außerdem sehr wichtig, in welcher Situation die Schmerzen entstanden sind. Das liefert ihm wertvolle Hinweise für seine erste Einschätzung. 
Er wird auch wissen wollen, ob du ähnliche Beschwerden schon mal hattest und ob sich im tageszeitlichen Verlauf die Hodengröße oder das Schmerzempfinden unterschiedlich zeigen. 
Weitere Punkte betreffen frühere oder aktuell vorhandene Infektions- oder Virenerkrankungen sowie Blasen- und Harnwegsbeschwerden. Von Interesse sind zudem sonstige schmerzende Körperstellen wie die Leistengegend oder der Unterbauch und dein aktuelles Allgemeinbefinden.

Die körperliche Untersuchung

 Sie beginnt mit der äußerlichen Betrachtung der Hoden. Dabei geben diese durch ihre Lage wie einseitig hochstehend und ihrem Erscheinungsbild, beispielsweise geschwollen oder verfärbt, wichtige Hinweise. 
 
Relevant sind weiterhin Tastbefunde und Tests, die gute Informationen für oder gegen eine eventuell vorliegende Hodentorsion geben können. Wenn der Arzt den Hoden anhebt und sich dabei die Schmerzen deutlich verstärken, spricht das für eine Hodenverdrehung. Fachlich hat dieser Test den Namen Prehn-Zeichen.  
 
Eine andere Prüfung betrifft den Kremaster- oder Hodenheber-Reflex. Hierbei streicht der Arzt beim Liegen über die Innenseite des Oberschenkels auf der Schmerzseite. Zieht sich bei diesem Test der schmerzende Hoden nicht mehr weiter nach oben, wie das normalerweise der Fall ist, spricht das ebenfalls für eine Hodentorsion. 

Ultraschall-Diagnostik und weitere Methoden 

Um die vorläufigen Befunde eindeutig zu belegen, erfolgt eine gezielte Ultraschall-Diagnostik mit besonders empfindlichen Geräten (Farb-Doppler-Ultraschall). In der Regel reicht dieses bildgebende Verfahren für eine klare Diagnose aus.  
 
Selbst wenn im Einzelfall eine geringe Unsicherheit bleibt, finden weiterführende Untersuchungen wie eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder Laboranalysen nicht statt. Hierfür ist bei einer Hodentorsion keine Zeit. 
Therapie bei einer Hodendrehung

Therapie bei einer Hodendrehung 

Eine vorliegende Hodendrehung ist ein Notfall und eine unverzügliche Operation unvermeidbar. Jede Stunde des Zögerns erhöht die Gefahr, dass der Hoden unwiederbringlich verloren ist. Vergehen mehr als sechs bis acht Stunden nach Beginn der Schmerzattacken, steigt das Risiko dafür stündlich.  
Die starken Schmerzen am Hoden halten unvermindert bis zur Vorbereitung der Operation an. Erleichterung erfährt der Patient erst vor dem Eingriff durch ein entsprechendes Betäubungsmittel. 

Chirurgische Behandlung erfolgt in Teilschritten 

Im ersten Therapieschritt wird der betroffene Hoden chirurgisch freigelegt und die Schädigung begutachtet. Gleich darauf dreht der Arzt den Hoden zurück, was als Detorquierung oder Detorsion bezeichnet wird. Anschließend beginnt das Blut wieder durch den Hoden zu fließen. Nach etwa 15 bis 30 Minuten zeigt sich, ob und wie gut sich das Organ erholt hat. Ist die dauerhaft zu erwartende Schädigung medizinisch noch vertretbar, bleibt der Hoden im Hodensack.  
 
Im zweiten Teil der OP wird der Hoden chirurgisch fixiert, indem er mit dem Hodensack vernäht wird. Dieser Schritt nennt sich Orchidopexie. Da in vielen Fällen die Veranlagung die Hauptursache für eine Hodendrehung ist, wird in aller Regel der andere Hoden ebenfalls vernäht. Die chirurgische Fixierung beider Hoden verhindert weitgehend, dass künftig nochmalige Hodenstieldrehungen auftreten. Völlig auszuschließen ist das aber nicht. 

Hoden-Rückdrehung ohne Operation 

Liegt eine Hodentorsion außerhalb der Reichweite einer Klinik vor oder eine reguläre OP ist nicht rechtzeitig möglich, lässt sich der Hoden eventuell per Hand zurückdrehen. Falls dies gelingt, zeigt sich das an der sofort eintretenden Schmerzentlastung. Selbst dann ist jedoch die anschließende operative Hodenfixierung innerhalb von 12 bis 24 Stunden Pflicht. 
Mögliche Gefahren und Folgen einer Hodentorsion

Mögliche Gefahren und Folgen einer Hodentorsion 

Angesichts des engen Zeitfensters für eine OP zwischen etwa vier bis maximal zwölf Stunden nach dem Auftreten der Beschwerden besteht immer die Gefahr einer dauerhaften Teilschädigung des Hodens. Auch das vollständige Absterben des Hodengewebes und damit dessen Verlust sind keineswegs selten. Wenngleich für dich beides dramatisch klingen mag, halten sich die medizinischen Folgen für den größeren Teil der Betroffenen noch einigermaßen im Rahmen. 
 
Ein deutlich geschädigter Hoden verliert zwar die Fähigkeit zur Produktion gesunder Samenzellen (Spermiogenese), trägt aber noch zur Versorgung mit Testosteron bei. Die Zeugungsfähigkeit bleibt in der überwiegenden Zahl der Fälle erhalten, da sie weiterhin durch den unbeschädigten Gegenhoden möglich ist. 
 
Bei einem unwiederbringlichen Verlust des Hodens (Nekrose) muss dieser entfernt werden. Ersatz bietet ein Hodenimplantat, das die Ärzte sofort oder in einer getrennten OP einnähen können. Zumindest rein äußerlich bleibt damit deine männliche Erscheinung gewahrt. Auf die Zeugungsfähigkeit hat das Implantat selbst keinen nachteiligen Einfluss. Hierfür ist das Leistungsvermögen des unverletzten Zweithodens zur Produktion von gesunden Spermien maßgebend. 
 
Aufgrund der Fachliteratur ergibt sich langfristig für die verbleibende Fruchtbarkeit sowohl bei der ausgeprägten Teilschädigung eines Hodens wie bei dessen Entfernung folgendes Gesamtbild: Etwa ein Drittel der Betroffenen leiden als Folge ihrer Hodentorsion unter einer verringerten Produktion zeugungsfähiger Spermien (Subfertilität). 
Vorbeugende Maßnahmen und Risikovermeidung

Vorbeugende Maßnahmen und Risikovermeidung 

Ärztliche Vorsorge 

Die wichtigste Vorsorgemaßnahme erfolgt bereits während der Operation. Durch das Vernähen beider Hoden am Hodensack sind künftige Hodenverdrehungen weitgehend unterbunden.  

Leitlinien-Empfehlung bei Hoden-Teildrehungen 

Falls du zu den Personen zählst, die schon wiederholt kurzfristig typische Symptome einer vermutlichen Hoden-Teildrehung mit bisher spontaner Rückdrehung hatten, empfehlen die medizinischen Leitlinien folgendes: Wegen des erhöhen Risikos einer ernsthaften Hodentorsion solltest du eine operative Fixierung beider Hoden in Erwägung ziehen (Orchidopexie). Diese vorbeugende Maßnahme gilt hier als Therapie der Wahl. 

Eigene Vorsorgemaßnahmen 

  • Als Risikopatient für eine mögliche Hodentorsion oder zur Vorsorge nach einer Hoden-OP bist du gut beraten, bei intensiv betriebenen Sportarten einen Hodenschutz (Suspensorium oder Herren-Tiefschutz) zu tragen. Das gilt beim Einzelsport wie Mountainbiken ebenso wie für Mannschaftssportarten, beispielsweise Fußball oder Handball. 
  • Ein Hodenschutz ist bei Sportlern keineswegs unüblich und bei einigen Kampfsportarten sogar Pflicht. Diese Schutzbekleidung passt bequem über die gewöhnliche Unterwäsche. Den Herren-Tiefschutz gibt es in jedem Sportgeschäft schon für etwa 10 Euro. 
  • Betreibst du deinen Lieblingssport bisher unbeschadet von ernsten Hodenproblemen, ist auch dann ein vorsorglicher Tiefschutz eine Überlegung wert. Frühere Sorgen vor sportbedingten Hodenverletzungen bis hin zu einer Hodentorsion sind dann passé. 

Hodendrehung selbst feststellbar? 

Du möchtest wissen, ob sich eine Hodenverdrehung bedarfsweise selbst feststellen lässt. Zumindest ein grober Hinweis erscheint dir nützlich. Die Antwort lautet ja, wenngleich mit deutlichen Einschränkungen, wie sie für Patientendiagnosen generell gelten. 
Eine einfache Untersuchung, die die du selbst vornehmen kannst, nennt sich Prehn-Zeichen. Die Durchführung erfolgt in entspannter Rückenlage. Wenn sich beim Anheben des betroffenen Hodens der Schmerz verstärkt, ist das ein Signal für eine mögliche Hodentorsion. Dann solltest du ohne jeden Zeitverzug zum Urologen oder in eine Notaufnahme. 
Lässt hingegen der Schmerz nach, spricht das eher für eine Entzündung der Hoden (Orchitis) oder der Nebenhoden (Epididymitis). Beides ist ebenfalls zügig ärztlich zu behandeln, erfordert aber keine Operation. 

Fazit

  • Eine Hodentorsion oder Hodendrehung ist in der Regel äußerst schmerzhaft. Der Hoden dreht sich dabei um die eigene Längsachse und schnürt seine Blutgefäße ab. Im schlimmsten Fall kann dadurch der Hoden schon nach wenigen Stunden absterben. 
  • Eine sofortige Notfallbehandlung — hier zählen die Stunden, nicht die Tage — kann ernste Schäden verhindern. In einer Operation dreht der Arzt den Hoden wieder in die ursprüngliche Position zurück und fixiert ihn, um künftiges Drehen zu vermeiden. 
  • Rechtzeitige Behandlung vorausgesetzt, sind die Langfristfolgen eher selten. Kommt es jedoch zu einer bleibenden Teilschädigung des betroffenen Hodens oder dessen Verlust, erleidet etwa ein Drittel der Betroffenen eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit. 
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